Für Interessierte:

Die Polimentvergoldung:

 

Das Poliment, eine Tonerde, die dem Blattgold als unmittelbare Unterlage dient, ist der Namensgeber dieser Technik.

Die Polimentvergoldung hat eine lange Tradition.

Glanzvergoldungen sind schon für die Zeit um 2500 v. Chr. im Alten Ägypten bekannt.

 

Der Aufbau einer Polimentvergoldung besteht aus vielen unterschiedlichen Schichten.

Die drei Hauptschichten sind die Leimtränke, die Kreidegrundierung und der Polimentauftrag.

Alle Schichten setzen sich aus mehreren Einzelschichten zusammen.

 

Die Leimtränke dient dazu, eine „Brücke“ zwischen Schädel und nachfolgenden Aufträgen herzustellen. Die Kreidegrundierung ist der elastische, für das Polieren nötige Untergrund. Dieser Auftrag wird geschliffen, um eine so glatte Oberfläche wie möglich zu erhalten. Jede Unregelmäßigkeit zeichnet sich später in der Goldschicht ab.

Der Polimentaufrag ist die Schicht, die das Blattgold oder Blattsilber aufnimmt.

Anschließend wird das Gold mit einem Achatpolierstein poliert und der spezielle Glanz entsteht.

Bei einer Mattvergoldung oder Mattversilberung ist der Grundaufbau der gleiche, das Polieren mit dem Achat entfällt.

 

Meine Schädel haben im Schnitt 10 Einzelschichten. Die Schwierigkeit dieser Technik, liegt in der Abstimmung dieser einzelnen Schichten.

 

Blattgold ist im Regelfall eine Legierung aus Gold, Silber und Kupfer. In einem aufwendigen Produktionsverfahren wird Blattgold zu hauchdünnen Blättchen geschlagen.

 

Blattgold hat eine Stärke von 1/8000-1/10000 mm.

Blattsilber hat eine Stärke von 1/4 000 mm.

 

 

Kommentare: 0